Beiträge von Stephan Zeller

    In Magnificent seid Ihr Zirkusdirektoren und baut einen möglichst erfolgreichen Zirkus auf. Es ist mal wieder ein Spiel, bei dem Ihr Würfel einsetzt und entsprechend der Augenzahl eure Aktionen bezahlt.


    Auf dem zentralen Spielplan bekommt Ihr neue Karten, findet Zusatzaktionen, setzt euren Zylinderhut auf der Darbietungsleiste ein, wenn eure Künstler auftreten sollen und kommt zu weiterer Energie, die Ihr für eure Aktionen einsetzen könnt. Euren eigenen Zirkus baut Ihr auf, bzw. um euer Spielertableau auf.


    Ihr startet mit vier Direktorenkarten, auf deren oberen Hälfte Ihr immer eure Würfel einsetzt. Dabei bekommt Ihr den dort abgebildeten Bonus, wie z.B. zusätzliche Würfelaugen, Geld, oder Kristalle, die Ihr aufheben könnt, um später damit ebenfalls eure Augenzahl zu erhöhen. Euer Würfelwert und alles was Ihr dazu addieren dürft ist eure Energie und mit dieser bezahlt Ihr eure Aktionen. Wobei Ihr sogar gleichfarbige Würfel, die aus eurem vorigen Zug noch ausliegen ebenfalls dazu addieren könnt. Aber Achtung, Ihr müsst den Würfelwert jeder Würfelfarbe euer Würfel am Rundenende ermitteln und den höchsten Wert mit Münzen bezahlen, ebenso für Joker Würfel. Also wägt gut ab zwischen Aktionspunkten und Kosten, denn für jede Münze, die Ihr nicht habt, müsst Ihr ein Ticket (Siegpunkt) abgeben. Und in der zweiten Runde sogar zwei und in der dritten drei.

    Kristalle bekommt Ihr, wenn Ihr als Aktion in den Reisebereichen mit einem der Wagen weiterfahrt, dort bekommt Ihr auch Zelte. Zelte setzt Ihr auf euren Zeltplätzen ein und erhaltet dafür einen Einmalbonus. Über den Zelten platziert Ihre Plakate, diese repräsentieren die Künstler, die Ihr auftreten lasst, was natürlich erst geht, wenn unter dem Plakat ein Zelt liegt, aber zum Glück hab Ihr schon eines bei Spielbeginn, ebenso euer erstes Plakat.

    Für den Auftritt brauchen eure Künstler aber Requisiten und da die irgendwo lagern müssen baut Ihr mit Aktionspunkten auch Lager auf eurem Zeltplatz, am besten natürlich die, die eure Plakate vorgeben. Das Bauen auf dem Zeltplatz kann Euch wieder einmalige Bonus bringen, wenn Ihr die Symbole überbaut, z.B. Tickets, Geld, Kristalle und Trainer.

    Die Trainer könnt ihr auf die Trainerplättchen einsetzen und damit die Zusatzaktion nutzen.

    Wenn eure Künstler nun endlich auftreten, versetzt Ihre eure Zylinderhüte auf der Darbietungsleiste, wodurch auch der Startspieler wechseln kann. Wer hier genügend Energie einsetzt und genügend Künstler und Requisiten hat, kann evtl. sogar zwei Künstler auf einmal auftreten lassen.

    Zum Rundenende gibt es noch eine neue Direktorenkarten und einen neues Trainerplättchen. Ihre wertet zum Rundenende noch eine Direktorenkarte Eurer Wahl und werft dies dann ab. Vier Spielzüge in je drei Runden und Ihr hab dann hoffentlich die meisten Tickets verkauft.

    Das Spiel ist für 1-4 Spieler ab 12 Jahre und bietet jede Menge Möglichkeiten, bei denen es strategisch abzuwiegen gibt, wie viel man auf einmal an Energie investiert und wie man dies auch bezahlen kann. Ob die angegebenen 60-90 Minuten reichen hängt sicher auch von der Spieleranzahl ab und wie lange gegrübelt wird.

    Das Spielmaterial ist hochwertig und die Illustration ist schon, das Erscheinungsbild erinnert mich allerdings nicht an die bunte Zirkuswelt, sondern eher an ein Varieté mit einem mystischen Touch. Das ist aber Design und Geschmacksache, schadet dem Spiel aber nicht.

    Einziges Manko ist die Regel regel, zwar sind keine essentiellen Regelfehler oder Lücken von uns entdeckt worden, aber es gibt einige Male einen fragwürdigen Satzbau, deplatzierte Wörter und Buchstaben. Eine korrekte Einräumanleitung für die Aufbewahrungsbox der Kleinteile fehlt leider auch, wodurch die Erstbestückung zu einem Puzzle wird. Damit Ihr den Einsatz nicht frustriert in eine Ecke werft, so muss es rein ;)

    Auch wenn der Start mit der Anleitung etwas holperte, das Spiel hat Spaß :) gemacht und der Wiederspielreiz ist auch ausgeprägt. Daher :thumbup:

    In Celtic seid Ihr im Land der Kelten und müsst umliegende Regionen erschließen und treibt Handel mit Waren, um Euren Einfluss zu erhöhen um schließlich der Nachfolger des sterbenden Keltenfürsten zu werden.

    Jeder von Euch erhält acht Spielsteine und startet mit zwei Aufgabenkarten, von denen Ihr im Laufe des Spiels bis zu fünf erfüllen könnt. Alle beginnen im zentralen Dorf, von dort darf der Startspieler mit beliebig vielen seiner acht Spielsteinen um bis zu zwei Felder weit laufen. Alle Mitspieler, die auf demselben Feld stehen, können entscheiden ob Sie mitlaufen wollen und mit wie vielen Steinen. So ziehen die Spieler reihum und platzieren ihre Spielsteine entsprechend ihrer Aufgabenkarten auf dem Spielplan. Wer auf jedem Felder, dass die Aufgabenkarte vorgibt mindestens einen Spielstein hat, hat die Aufgabe erfüllt und darf diese vor sich ablegen und eine neue Karte nachziehen. Von jedem der Felder geht ein Spielstein zurück auf das Startdorf. Hat man Spielsteine auf den Handelsfeldern darf man beliebig viele seiner Spielsteine von dort zurück in das Startdorf setzen und dafür Warenkarten nehmen.

    Bei all dem kann und sollte man taktieren, denn es gibt kein zeitlich festes Spielende. Das sofortige Spielende kann jeder Spieler einleiten, der die fünfte erfüllte Aufgabenkarte auslegt oder wer alle Warensorten besitzt. Beides muss nicht sofort offengelegt werden, wenn man es erreicht hat, sondern man darf auch noch weiterspielen, wenn man einen Vorteil darin für sich sieht.

    Neben den Punkten auf den Erfüllten Aufgabenkarten bekommt noch Punkte für die gesammelten Waren und dabei sollte man die Anzahl der einzelnen Waren schlau verteilen. Denn die Waren werden nach Art gruppiert und nach ihrer Menge absteigende sortiert. Für die häufigste Ware bekommt man einen Punkt je Karte für die zweit häufigste zwei Punkte usw.

    Celtic ist ein Spiel ab acht Jahre für zwei bis vier Spieler. Durch die kurzen, wenigen Regeln ist Celtic auch für Familien und Wenigspieler geeignet, aber auch für alle die gerne etwas strategisch spielen und die Spannung des unvorhersehbaren Spielendes lieben.


    Da stellt mancher sich sofort die Frage, braucht man nach dem Kartenspiel nun ein Würfelspiel. Wie so oft gibt es hierzu keine pauschale Antwort und es ist wie oft auch Geschmacksache. Gleich mal vorweg, mir persönlich gefällt das Würfelspiel im Gegensatz zum Kartenspiel sehr gut.

    Zwei bekannte Mechanismen treffen hier zusammen, die Vorhersagen des Wizard Kartenspiels und der aktive und passive Spieler vieler Ankreuz-Würfelspiel.

    Der aktive Spieler beginnt mit seiner Vorhersage wie viele Würfel (1-5) er in einer der vier Farben glaubt zu erwürfeln, danach machen die passiven Spieler reihum ihre Vorhersage, wobei jeder eine andere Kombination vorhersagen muss. Alle markieren Ihre Vorhersage mit einem Kreis.

    Nun würfelt der aktive Spieler zunächst mit allen sieben Würfel und darf noch zweimal beliebige Würfel nachwürfeln und hofft dabei seine Prognose zu erfüllen. Die passiven Spieler dürfen nach jedem Wurf entscheiden ob sie schon werten möchten. Zusätzlich zeigen die Würfel noch das Wizard-W als vom aktiven Spieler zu bestimmende Joker Farbe und den Narren, der einmal pro Zahlenspalte im Spiel eingesetzt werden kann und Minuspunkte vermeidet. Stimmt eure Vorhersage macht Ihr ein Kreuz und erhaltet Pluspunkte entsprechend der Zahl (1-5) oder ihr tragt die Differenz als Minuspunkte ein. Hat einer der Spieler neun Kreuze endet das Spiel. Ein kleiner Zählbereich sorgt hier für Überblick.

    Es gibt noch die Möglichkeit jede Runde eine Zauberkarte aufzudecken, dann gibt es in jeder Runde eine kleine Regeländerung für mehr Abwechslung.

    Für mich ein schnelles und gelungenes Spiel für zwischendurch mit kurzen Regeln und für alle die gerne das Würfelglück herausfordern.

    Wizard Würfelspiel