MicroMacro - Crime City: Full House

  • Kurze Rezension

    MicroMacro - Crime City: Full House


    Willkommen zurück in Crime City - einer Stadt, in der hinter jeder Straßenecke das Verbrechen lauert. "Full House" ist der zweite Teil der Reihe MicroMacro von Johannes Sich (Edition Spielwiese / Pegasus Spiele). Nachdem Teil 1 im Jahr 2021 den begehrten Titel "Spiel des Jahres" erhielt, legten die Macher von HARD BOILED Games aus Berlin sehr schnell nach: "Full House" präsentiert 16 neue Kriminalfälle. Der Wimmelbild-Spielplan (110 x 75 cm), wieder mit Tausenden von Details durchsetzt, zeigt diesmal einen anderen Stadtteil.


    Teil 2 spielt sich genauso mitreißend wie Teil 1. Vom grundsätzlichen Ablauf her gibt es keine Änderungen. Nachdem es aber wohl vereinzelt Beschwerden darüber gab, dass mancher Fall des ersten Teils für Kinder ab 10 Jahren zu grausam bzw. gewalttätig sei, wurden nun Hinweise für Eltern aufgenommen: Mittels dreier Symbole wird zwischen den Inhalten der Fälle - von eher harmlos bis zu expliziten Darstellungen von Morden, Leichen und Todesumständen - unterschieden.


    Als Beispiel hier die Startkarte des Falles "Der Smaragd von Kathmandu" - ein eher gewaltloses Verbrechen, weil es u.a. um Diebstahl geht - mit dem Startort, dem Stadtmuseum:



    Hervorzuheben ist die absolut geniale Symbolik, die man sehr schnell verinnerlicht (Geschäfte, Firmen, Ziele der Linienbusse u.v.m.). Text taucht auf dem riesigen Stadtplan nur auf, wenn er international verständlich ist, z.B. "Taxi".


    Außerdem steht in Crime City wohl eine Bürgermeisterwahl an (siehe das Plakat im Bild und den Bürgermeister in seinem Amtszimmer - unterhalb der Karte). Bei der U-Bahn findet offenbar ein Ausbau statt, in dessen Zuge ein historisches Fresko freigelegt wird. Auch dies ist Ausgangspunkt eines Falles.


    Neu ist neben der U-Bahn die Hochbahn, deren Wagen ein wenig an die Berliner Kleinprofil-Fahrzeuge der Baureihe G erinnern:



    Ich bin von Teil 2 wieder sehr begeistert. Mittlerweile haben wir acht der 16 Fälle erfolgreich gelöst. Die "Spurensuche" gestaltet sich gefühlt in manchen Situationen kniffliger als in Teil 1 - was aber durchaus positiv zu werten ist. Insgesamt verdient das Spiel 6 von 6 Würfelaugen.

    Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennen lernen, als im Gespräch in einem Jahr. [Platon]

  • Das klingt sehr gut. Dann müssen wir uns auch mal an die neuen Fälle wagen. Teil 1 hat mir auch sehr gut gefallen. Das Lösen der Fälle hat viel Spaß gemacht. Das Spiel mit dem Wimmelbild in Verbindung mit Kriminalfällen war eine innovative und frische Idee.

  • Klingt wieder toll, das erste war auch schon super. Eigentlich ein ganz einfaches schnelles Spiel und trotdem absolut fesselnd und mit hohem Wiederspielreiz bei dem man flux mitten in Fall versinkt.

    "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, (Friedrich Schiller, 1759-1805)