Die verlorenen Ruinen von Arnak

  • Es handelt sich um ein typisches Worker-Placement-Spiel mit Glückselementen. Ich habe das Spiel online kennengelernt (https://boardgamearena.com/gamepanel?game=arnak). Ich finde die Gestaltung sehr ansprechend, auch wenn auf boardgamearena die Größenverhältnisse von Spielplan zu sonstigem Material nicht optimal gestaltet sind.

    Man hat ein Kartendeck, aus dem man jede Runde mit fünf Karten spielt (wer hier Parallelen zu Dominion sieht, hat nicht unrecht, allerdings werden die Karten nicht gemischt, sondern immer unter das Deck geschoben). Wie üblich in solchen Spielen hat man immer von Allem zu wenig und kämpft um die wenigen Ressourcen. Die Interaktion der Spieler beschränkt sich darauf, sich gegenseitig die besten Plätze wegzunehmen oder die besten Karten zu kaufen. Auf der einen Seite gilt es, Gebiete zu erforschen, in denen man bessere Ressourcen als im Basiscamp erhält. Hier ist der Zufall eingebaut, da man im Vorfeld nicht weiß, welche Ressourcen man erhalten wird und wie der Wächter zu bekämpfen ist. Kann man ihn nicht bekämpfen, gibt es – wie bei Dominion – Furchtkarten, welche einen Minuspunkt bringen. Der besiegte Wächter hingegen bringt fünf Pluspunkte. Zum Entdecken benötigt man viele Kompasse, mit denen man auch Artefakte kaufen kann. Diese kommen in den normalen Kartenstapel, kosten zur Benutzung aber jeweils eine Steintafel. Die Gegenstandskarten erwirbt man mit Geld, können aber meistens weniger als die Artefakte und kosten bei der Benutzung nichts.

    Natürlich gibt es auch eine Leiste, auf der man sich entwickeln kann. Hier heißt sie Forschungsleiste und entsprechend gibt es Lupen und Notizbücher. Der Weg der Forschung ist kostspielig, bringt aber auch einige kleine Ressourcen. Nicht zu verachten sind die Helfer, die man ausschließlich hier erhalten kann. Spielentscheidend wird die Forschungsleiste im oberen Bereich. Ein guter Forscher erhält dann richtig viele Siegpunkte.
    Man sollte schon einigermaßen voraus planen, um seine Ressourcen auch sinnvoll einsetzen zu können. Nichts ist ärgerlicher, als am Ende wertvolle Ressourcen wegschmeißen zu müssen, weil diese keine Siegpunkte bringen, aber eben auch nicht zu den konkreten Anforderungen auf der Forschungsleiste passen.
    Im allerersten Moment erscheint das Spiel recht komplex, die zugrunde liegenden Regeln sind aber relativ simpel.

    Ich habe es bisher nur dreimal gespielt und kann daher nicht sagen, was eine wirklich gute Strategie ist. Für mich haben sich drei Möglichkeiten herauskristallisiert: erstens, man kauft Karten und Artefakte und sammelt so deren Punkte. Zweitens, man versucht so viel wie möglich zu entdecken und erhält über die so gefundenen Totems und besiegten Wächter seine Siegpunkte oder drittens, man klettert so schnell wie möglich auf der Forschungsleiste nach oben. Ich habe mit allen drei Ansätzen jeweils verloren.

    Ich halte es für ein gelungenes Spiel. Wenn man die Regeln kennt, dauert es auch nicht allzu lange. Wir haben in der letzten Onlinevariante zu viert knapp zwei Stunden benötigt (angegeben ist es mit 60 Minuten)

    Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten! (Friedrich Nietzsche)

    Einmal editiert, zuletzt von Torsten () aus folgendem Grund: Korrektur von Rechtschreib- und Grammatikfehlern (Ich hzatte den text per Spracherkernnung diktiert)