Rezension: Hashi (Nürnberger-Spielkarten-Verlag)

  • Hashi - Einfach gelernt, knifflig gelöst...


    Hashi von Jeffrey D. Allers ist ein Spiel für 1 bis 4 Personen ab 8 Jahren und in rund 20 Minuten gespielt (außer, man grübelt sehr lange...). In diesem schnell erklärten Logikspiel müssen - vor einem japanischen Hintergrund - genau 18 Inseln mit Brücken verbunden werden.


    Das Spielmaterial besteht aus vier doppelseitigen abwischbaren Spielertableaus, vier abwischbaren hochwertigen Stiften (von Faber-Castell), 18 Spielkarten und der Spielanleitung.


    Es kommen jeweils identische Seiten der Spielpläne zum Einsatz, wobei die B-Seite etwas schwieriger zu meistern ist als die für die ersten Partien empfohlene A-Seite. Von den 18 Karten werden stets nur 17 verwendet: Dies steigert ein wenig die Spannung, ob sich eine dringend benötigte Zahl-Brücken-Kombination noch im verdeckten Zugstapel befindet.


    Im Spielverlauf werden nacheinander die 17 Karten gezogen und die darauf befindlichen Zahlen (1 bis 6) auf den Inseln eingetragen. Die so markierten Inseln werden im Anschluss mit den auf den Karten abgebildeten Brücken zu benachbarten Inseln verbunden. Jede Verbindung darf aber nur eine oder zwei Brücken enthalten. Gehen von einer Insel schließlich exakt so viele Brücken ab, wie die dort eingetragene Zahl, ist die Insel "fertig" und wird eingekreist. Nur mit "fertigen" Inseln können anschließend Punkte erzielt werden.



    Was sich sehr einfach und schnell erklären und erlernen lässt, erweist sich im Spiel selbst dann als ganz schön herausfordernd. Zum einen sollten die Inseln mit roten und blauen Fahnen möglichst rasch fertiggestellt (also eingekreist) werden: Das gibt 9 bzw. 7 Siegpunkte für den ersten Spielenden (für die folgenden nur noch 5 bzw. 3 Siegpunkte). Aber Achtung: Die Inseln mit den Fahnen dürfen erst beschriftet werden, wenn sie durch mindestens eine Brücke mit einer anderen Insel verbunden sind. Auch für das schnelle Fertigstellen von sechs miteinander verbundenen Inseln kann man 8 bzw. 4 Siegpunkte ergattern. Leider ist - bedingt durch den Zufall des Kartenziehens - eine weit vorausschauende Vorplanung schwierig. Man muss daher im Spielverlauf oft ganz ordentlich "hirnen"... Eine sehr gute Hilfe sind hier die 18 Spielkarten, die im Miniaturformat am unteren Rand jedes Tableaus aufgedruckt sind: Einfach jede bereits gezogene Karte dort abstreichen, dann ist man auf die noch kommenden Zahl-Brücken-Kombinationen der Spielkarten (bis auf eine; siehe oben) vorbereitet. Am Spielende bringt jede "fertige" der 18 Inseln noch einmal 2 Punkte.


    Für alle, die Freude an Logik- und Rätselspielen haben, kann ich Hashi sehr empfehlen. Auch im Solomodus - der nur minimale Regeländerungen hat - spielt sich Hashi richtig gut. Der Ehrgeiz, eine immer bessere Gesamtpunktzahl zu erreichen, wächst hier mit jeder Partie.

    Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennen lernen, als im Gespräch in einem Jahr. [Platon]