Die Insel der Katzen (Skellig Games)

  • Autor: Frank West

    Spielerzahl: 2-4 mit Erweiterung bis 6 Spieler

    Alter: ab 8 Jahren



    Insel der Katzen ist ein kartengesteuertes Plättchenlegespiel. Thematisch sind wir Einwohner von Squall’s End und versuchen Katzen und Schätze von der Insel der Katzen zu retten. Die Insel der Katzen ist in Gefahr, da der kaltblütige Vesh Düsterhand diese Insel zerstören möchte. Wir müssen also möglichst viele Katzen und Schätze in unsere Boote laden, bevor der Bösewicht eintrifft und es zu spät ist.



    Die Insel in der Tischmitte ist der Rundenanzeiger, auf dem das Boot von Vesh sich unaufhaltsam der Insel nähert. Darunter ist die Auslage für gewöhnliche Schätze und die Oshax. Neben der Insel werden jede Runde die aus dem Beutel gezogenen Katzenplättchen platziert. Die Anzahl dieser ist spielerabhängig. Jeder Spieler erhält ein Spielertableau in Form eines Bootes, eine Katze seiner Farbe, einen Katzenkorb und 7 Karten vom Entdeckungsstapel. Und schon kann es losgehen.



    In der Fischfangphase nehmen sich alle Spieler 20 Fische aus dem Vorrat. Fische sind die Währung in diesem Spiel.


    In der Erkundungsphase findet zunächst ein Kartendrafting statt. Es werden zwei der Karten ausgewählt und die restlichen Karten an den linken bzw. rechten Mitspieler weitergegeben. Dies wird solange wiederholt bis sieben Karten vor einem liegen. Im Anschluss müssen die Spieler entscheiden, welche der Karten sie behalten wollen. Diese müssen dann aber auch bezahlt werden. Die restlichen Karten werden abgeworfen.


    In der nächsten Phase können Lektionskarten ausgespielt und vor dem Spieler verdeckt abgelegt werden. Diese Karten bringen dem Spieler Siegpunkte. Es gibt auch offene Lektionen, diese gelten für alle Spieler.



    In der vierten Phase geht es endlich ans Katzenretten. Hierfür spielt man Rettungskarten aus. Diese Karten legen auch die Zugreihenfolge fest. Natürlich benötigt man zum Retten einer Katze einen Katzenkorb. Hierfür gibt es permanente Katzenkörbe und Katzenkörbe auf den Karten zur einmaligen Nutzung. Außerdem benötigt man neben den passenden Karten auch noch Fische, um die Katzen anzulocken. Jede eingefangene Katze wird sofort ans Deck gebracht und regelrecht in eine der Räume gelegt. Die Räume sollten bis Spieleende möglichst alle gefüllt werden. Räume die nicht komplett gefüllt sind zählen Minuspunkte. Ebenso wie noch sichtbare Ratten. Zusätzlich gibt es auch noch Karten, um Schätze zu heben oder eine Oshax als Freund zu gewinnen.


    Im Großen und Ganzen sind die Regeln einfach und überschaubar. Die Aufgabe alle Räume zu füllen ist nicht immer einfach umzusetzen.



    Am Spielende gibt es Punkte für jede gerettete Katze, die mindestens in einer Familie von drei Katzen der gleichen Farbe liegt. Zusätzlich geben Schätze und Lektionskarten Siegpunkte.



    Fazit:


    Das Spiel macht viel Spaß. Die Verbindung von Kartendrafting, Plättchenlegen und Resourcenmanagement (Fische) greift gut ineinander. Man muss permanente Entscheidungen treffen und Strategien auch ein wenig ändern, da durch das blinde Ziehen der Plättchen, die in der Runde ins Spiel kommen und die gezogenen Karten auch der Zufall eine große Rolle spielt. Das Material ist hochwertig, das Spiel ist sehr schön illustriert und der Wiederspielreiz ist hoch.