Fleet - The Dice Game (Skellig Games)

  • Fleet – The Dice Game ist wieder ein roll&write, schon wieder eines? Ja und doch hebt es sich in gewisser weise von vielen ab. Schon beim Auspacken fällt auf, dass sich das Spiel über zwei Blöcke verteilt und damit fast DIN A4 groß wird. So kann man in seiner ersten Spielrunde trotz des überschaubaren Regelwerkes im Spielgeschenken das Eine oder Andere übersehen oder vergessen und dadurch Punkte verschenken. Das ist durchaus kein Nachteil, sondern ein Zeichen dafür, dass es eben in seinen Zugmöglichkeiten etwas umfangreicher ist und gerade dadurch für jene auch interessant ist, denen viele Roll&Write etwas zu langweilig sind.

    Eure Aufgabe ist es Fische zu fange, dafür müsst ihr euch für die verschiedenen Fische, Boote und Lizenzen freispielen. Damit eure Boote in der Fischenphase möglichst viele Fische fangen. Diese lassen sich am Markt zu Geld machen. Auch eure Lizenzen bringen immer wieder Einkommenbonis. Die Geldleiste erlaubt immer wieder zusätzliche Kreuze zu platzieren, damit ist der Ausbau eurer Fischereiflotte nicht nur direkt von den Würfeln abhängig. Ihr könnt eure Kreuze aber auch in die Gebäude am Hafen investieren und damit Spielvorteile oder Siegpunkte freischalten. Im Hafen gibt es noch Boote mit zusätzlichen Spielvorteilen, da lässt sich einiges an Vorteilen erarbeiten oder man sichert sich einen einzelnen Siegpunkt mit einem Würfel, den man sonst leider nicht gewinnbringend einsetzen kann. Mit dem Königskrabbenboot lässt sich schließlich noch eine von mehreren Zusatzwertungen freischalten.

    Das Spiel läuft über 10 Runden, immer unterteilt in Bootsflotte oder Lizenzen ausbauen mit den Bootswürfeln, der Einkommensphase, der Fischenphase die es nur in jeder zweiten Runde gibt und der Stadtphase mit den Stadtwürfeln. Beginnend mit dem Startspieler wählen alle einen Würfel, den sie für sich ankreuzen dürfen, am Ende bleibt immer noch Einer übrig den alle nochmal nutzen dürfen.


    Ein gelungenes Spiel für 2-4 Spieler die Roll&Write etwas Anspruchsvoller haben möchten. Hinzu kommt, was man auch von vielen Workerplacementspielen kennt: man muss sich entscheiden, Prioritäten setzen und seine Strategie vielleicht auch wieder anpassen, denn man kann sehr viel erreichen, aber eben nicht alles.

    "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, (Friedrich Schiller, 1759-1805)