Caretos (mebo Games)


  • Der portugiesische Verlag mebo Games wurde 2010 gegründet und zeichnet sich durch Spiele aus, die ein tolles Design besitzen und hochwertige Materialen.


    Caretos spielt somit im Norden Portugals in einer sagenumwobenen Gegend, in der sich übernatürliche Wesen aufhalten sollen. „Caretos“ sind Banden von Dorfbewohnern, die von Dämonen besessen sind und die mit Kleidung in Farben des Teufels ihr Unwesen treiben.


    In diesem Spiel schlüpft jeder Spieler in die Rolle von zwei Monstern und ihr versucht den armen Dorfbewohnern Angst einzujagen und sie sogar einzufangen.


    Ich gebe zu, das Thema ist ungewöhnlich. Kann man sich jedoch auf dieses Thema einlassen wird man mit einem schönen Spieleerlebnis belohnt.


    Jeder Spieler erhält eine geheime Bonuskarte. Diese gilt es im Spiel zu erfüllen, um möglichst viele Siegpunkte zu erreichen. Zum Beispiel gibt es Siegpunkte, wenn man besonders viele Dorfbewohner einer bestimmten Farbe sammelt. Während des Spiels gibt es die Möglichkeit auch öffentliche Bonuskarten zu erhalten und somit die Siegpunktzahl weiter nach oben zu treiben.


    Ist ein Spieler am Zug spielt er eine seiner drei Nachtkarten aus. Diese Karten legen die Aktion eines seiner Monster fest. Jedes Monster hat dabei eigene Aktionsmöglichkeiten und Sonderfähigkeiten. Auf manchen Nachtkarten gibt es dann auch noch Sonderaktionen wie z.B. die Caretos-Bande bewegen oder Dorfbewohner zusammenführen. Man versucht über geschicktes Einsetzen der Karten und der Caretos-Banden (die keinem Spieler gehören) die Dorfbewohnter zu erschrecken, damit sie auseinanderlaufen. Kommt man auf ein Feld, auf dem nur ein Dorfbewohner steht, kann man diesen einfangen. Die Caretos-Banden kann man nutzen, um Dorfbewohner zu vereinzeln aber auch dafür den Mitspieler zu ärgern. Läuft eine Caretos-Bande auf ein Feld eines Mitspielers, so kommt dessen Spielfigur vorübergehend aus dem Spiel und landet im Hexenkessel. Kommt eine Caretos-Bande auf ein Feld mit einem einzelnen Dorfbewohner so fängt sie diesen ein und er kommt aus dem Spiel.


    Die Monsterfiguren können nicht nur von Feld zu Feld laufen, sondern über ihre Sonderfähigkeiten auch auf Felder mit bestimmen Gebäuden springen. Somit ergeben sich vielfältige Möglichkeiten in einem Zug.


    Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel der Nachtkarten aufgebraucht ist oder der letzte Dorfbewohner eingefangen wurde.



    Fazit:


    Das Spiel ist sicherlich kein Strategiehammer. Mir hat es sehr gut gefallen. Ich finde das Thema nett und unverbraucht. Das Spiel läuft rund, alles greift gut ineinander und die Wartezeiten sind kurz. Das Material ist schön illustriert und wertig und macht Lust auf das Spiel. Die Regel ist überschaubar und einfach. Ein tolles Spiel für Familien und Spielerunden, die ein Spiel suchen, dass vom Schwierigkeitsniveau eher mit leicht bis mittelschwer einzustufen ist und eine Spieldauer von 45 Minuten haben darf.

  • Dem kann ich nur zustimmen. :thumbup: Ich habe es zu zweit gespielt, zu viert nimmt sicher die Dynamik noch zu. Muss man doch die Dorfbewohner erst einmal auseinandertreiben um sie sich anschließend für sich zu sichern. Und schwups führt sie der Mitspieler wieder zusammen oder nimmt dir einen Bewohner vor der Nase weg oder wirft ihn mit der Caretos-Bande sogar aus dem Spiel. Kleiner Ärgerfaktor :P aber reichlich Spielspaß :)

    "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, (Friedrich Schiller, 1759-1805)