The Castle of Tuscany

  • Das Spiel "The Castle of Tuscany" ist im alea Verlag erschienen. Autor ist Stefan Feld. Es ist für 2-4 Spieler ab 10 Jahren.

    Die Spieler sind einflussreiche Landesfürsten und entwickeln eine Region ausgehend von ihrem "Castello". Sie errichten hierfür Kastelle, Städte, Dörfer, Gutshöfe und Klöster. Sie bauen Landwirtschaft an, betreiben Steinbrüche oder Fuhrwerke.



    Jeder Spieler bekommt zu Spielbeginn 3 Spielplanteile und 5 Ertragskarten. Jeder Spieler erhält einen Satz Sechseckplättchen mit den zu errichtenden Gebäuden und ein Startkastell. Die Spielplanteile werden ausgelegt und das Kastell darauf platziert.



    In der Tischmitte gibt es einen allgemeinen Vorrat an Sechseckplättchen und einen Kartenstapel zum Nachziehen der Spielkarten.
    Wenn ein Spieler am Zug ist kann er wählen, ob er Karten nachzieht, ein Plättchen aus der Auslage nimmt oder ein Plättchen auf seine Spielplanteile legt. Um ein Plättchen zu legen muss der Spieler hierfür 2 gleichfarbige Karten abgeben, die der Farbe des Gebäudes entsprechen. Um eine Karte dieser Farbe zu ersetzen kann der Spieler zwei Karten einer anderen Farbe abgeben.

    Wenn der Spieler ein Plättchen aus der Auslage nimmt muss er eins seiner Sechseckplättchen (beginnend mit dem Stapel links) in den Vorrat legen. Die Sechseckplättchen eines Spielers sind in drei Stapeln zu je 7 Plättchen verdeckt vor ihm gestapelt.

    Interessant ist hier der Mechanismus, der das Rundenende einleitet. Geht einer der drei Stapel der Sechseckplättchen vor einem Spieler leer wird die Runde noch zu Ende gespielt und dann erfolgt eine Zwischenwertung.

    Auch das Wertungstableau ist tricky. In der ersten Runde werden die Punkte auf dem äußeren Kreis abgetragen. Bei der ersten Zwischenwertung werden die Punkte vom äußeren Kreis auf den inneren Kreis übertragen. Der Zählstein auf dem äußeren Kreis bleibt auf seiner Position. Dieses Vorgehen wiederholt sich nach allen drei Runden. Dabei sollte man sich dringend bewusst machen, dass sich Siegpunkte somit quasi potenzieren. Es ist daher dringend anzuraten dem gegnerischen Vorsprung nicht zu groß werden zu lassen. hmm



    Baut ein Spieler ein Plättchen auf einem seiner Spielplanteile bringt jedes gebaut Plättchen einen Bonus. Die roten Plättchen (Stadt) bringen zum Beispiel ein Bonusplättchen, das dem Spieler einen dauerhaften Vorteil gewehrt. Die orangenen Plättchen (Dorf) bringen einen Arbeiter - dieser ersetzt 1x eine farbige Spielkarte usw.

    Natürlich müssen die farbigen Plättchen auf die gleichfarbigen Felder gebaut werden und es darf nur benachbart gebaut werden. Baut man ein Plättchen mit einem Fuhrwerk (beige) erhält man eine Ertragskarte die einen 1x Bonus bringt, den man sich sofort nehmen muss.



    Man erhält Siegpunkte, wenn man alle Plättchen einer Farbe gebaut hat (Farbbonus-Plättchen). Dabei sollte man sich ranhalten, denn der erste Spieler erhält mehr Punkte als der zweite Spieler.

    Außerdem gibt es Siegpunkte für den Bau zusammenhängender Farbflächen (1er Gebiet 1SP, 2er Gebiet 3SP, 3er Gebiet 6SP). Auch für das Restmaterial gibt es am Ende des Spiels noch Punkte.


    "The Castle of Tuscany" spielt sich leicht und flott. Es ist eher als Familienspiel einzustufen. Aber auch uns Vielspielern hat es Spaß gemacht. Das Spielmaterial ist größtenteils wertig und schön illustriert. Mit der deutschen Anleitung waren wir nicht so glücklich. Dort sind einige wichtige Sätze nicht enthalten. Die Plättchen sind teilweise mit etwas Versatz gedruckt - das ist sehr schade. Ich bin sicher das Spiel wird bei uns Zuhause und auch beim FritZel noch öfter auf den Tisch kommen. Vor allem wenn nicht so viel Zeit zum Spielen zur Verfügung steht.