Dreamscape (Huch!)

  • Zum Kauf veranlasst hat mich das wunderschöne Spielmaterial von Dreamscape. Kleine filigrane Holzfiguren als Träumer und Schläfer, ein Wecker als Rundenanzeiger, kleine Kerzen als Phasenmarker, wunderschön gestaltete Karten, Spielertableaus und ein Spielbrett, Dreamscape ist ein schöner Hingucker auf dem Spieltisch.



    Dreamscape entführt uns in Traumlandschaften. Unsere Aufgabe ist es Traumsplitter zu sammeln aus denen wir unsere eigenen Traumlandschaften erschaffen. Traumlandschaften, die uns einen ruhigen und tiefen Schlaf bescheren.


    Das Spiel verläuft in 6 Runden, wobei jede Runde in 3 Phasen unterteilt ist. Zunächst Reisen die Schläfer der Spieler*innen über die Orte des Spielbretts. Jeder Ort verfügt über eine Anzahl an Traumsplittern und über eine spezielle Fähigkeit. Die Schläfer sammeln Traumsplitter an einem Ort ein und können die Fähigkeit des Ortes nutzen. Die Traumsplitter werden auf dem Spielertableau auf das Feld „Hände“ abgelegt. Die Fähigkeiten der Orte erlauben z.B. das Ziehen eines Traumsplitters aus dem Beutel oder das Ziehen von Traumkarten.



    Ist die Reisephase abgeschlossen beginnt die Phase Gestaltung. Nun kann der/die Spieler*innen die Traumsplitter, die in den Händen liegen in seinen Dreamscape umlegen. Der Dreamscape befindet sich wie die Hände auf dem Traumlandschaftentableau, dass vor jedem Spieler*innen ausliegt. Die Traumsplitter werden so im Dreamscape angeordnet, dass sie dem Muster der Traumkarte entsprechen. Ebenso müssen auch Bäume oder der Träumer korrekt angeordnet werden. Jede Karte hat einen verträumt klingenden Namen z.B. „Durch den Mangrovenwald“ oder „Das geheimnisvolle Portal“. Der kleine weiße Träumer kann im Dreamscape bewegt werden und dadurch dort verschiedene Vorteile erhalten. Für das Erfüllen von Traumkarten erhält der/die Spieler*in Schlummerpunkte.



    Traumkarten gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Zusätzlich gibt es noch allgemeine Traumziele, die in Form von Plättchen offen ausliegen. Werden Traumziele erfüllt gibt es hierfür ebenfalls Schlummerpunkte. Und natürlich gewinnt am Ende der Spieler, der die meisten Schlummerpunkte erzielt hat und somit die schönsten Träume geträumt hat.


    Ich gebe zu, das ganze klingt etwas skurril. Aber das Spiel schafft es einen abzuholen und den/die Spieler*in wunderbar in eine Traumwelt eintauchen zu lassen. Die Spielregeln sind überschaubar und die Regel ist verständlich geschrieben. Sie ist sehr gut bebildert und mit zahlreichen Beispielen versehen. Zu Beginn denkt man das ganze sei alles ganz einfach. Schon bald stellt man jedoch fest, dass gute Vorausplanung und taktisches Vorgehen unabdingbar sind. Das Spiel ist abwechslungsreich, da bei jeder Partie neue Traumziele und Traumkarten ins Spiel kommen können. Zusätzlich gibt es auch ein Solo-Spiel. Vielspieler denen das Spiel noch zu einfach ist, können eine weitere Variante wählen. Hier kommen dann Albtraumsplitter und der Herr der Albträume ins Spiel.



    Fazit

    Für mich ist das ein sehr gelungenes Spiel. Das Spielmaterial ist traumhaft schön und sehr hochwertig. Die Regel ist durchdacht, verständlich und wunderschön illustriert. Das ganze Spiel ist rund, atmosphärisch und hat einen hohen Wiederspielreiz. Die Spieldauer, die auf der Schachtel angegeben ist, beträgt 25 Minuten pro Spieler. Wir haben etwas länger gebraucht. Auch das Alter, dass auf der Schachtel angegeben ist von 12 Jahren ist gerechtfertigt, da das Spiel schon eher komplex ist. Ich würde das Spiel zwischen Familienspiel und Kennerspiel einstufen. Alle die etwas komplexere Spiele mögen und sich auf das Thema Erschaffen von Traumlandschaften einlassen können ist das Spiel zu empfehlen.

  • Auch wenn mich persönlich das Thema und die Optik nicht direkt angesprochen haben, muss ich zusammenfassend sagen, das Spiel ist in jeder Hinsicht einfach toll!!

    "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, (Friedrich Schiller, 1759-1805)