Xi´an - Terracotta Army Rezension

  • Nachdem wir es gespielt haben:


    Wer mich kennt weiß, dass ich keine Workerplacementspiele mag. Immer die gleichen Mechanismen mit anderem aufgesetztem Thema. Erst als das Spiel im Angebot war, begann ich einen Blick auf das Workerplacementspiel mit dem ungewöhnlichen Thema zu werfen.


    Xi´an - Terracotta Army nutzt ein unverbrauchtes Thema und kommt optisch schön daher.

    Man beschafft Ressourcen, baut diese Tonfiguren, bemalt sie, stattet sie mit Equipment aus und erhält dafür Prestigepunkte beim Kaiser.

    Es handelt sich um Workerplacementspiel mit einem interessanten Kartenmechanismus.

    Zur Geld und Ressourcengewinnung sowie zur Initiativenermittlung zieht man 4 Karten, teilt diese in zwei Pärchen. Jede Runde wird ein Pärchen ausgespielt. 6 dieser "Doppelrunden" , also insgesamt 12 Runden gibt es. Bei jedem Pärchen wählt man eine Karte für die Initiative und eine zur Ausführung.


    Für die eigentlichen Aktionen stellt man zusätzlich jede Runde einen Worker auf einen von 4 Orten, die die Aktionsmöglichkeiten definieren (Terracotta Figur bauen, Figur bemalen, Zusatzequipment für die Figuren besorgen, Sonderbonileiste voranschreiten). Nach zwei Runden wird bereinigt/aufgefüllt/4 Karten neu gezogen.


    Das Spiel vermittelt liebevoll und erfolgreich die Geschichte dieser Terracotta-Armee.

    Schon die Spielanleitung enthält viele Hinweise und Details zu dieser Armee inkl. Bildern. Im Spiel verwoben sind Inhalte wie z.B., dass jeder Künstler seinen Familiennamen in seine Figuren eingraviert hat. So kann man über Plättchen mit chinesischen Namen sich gebaute Figuren zum Bemalen reservieren. Sehr stimmungsvoll auch der Spielplan, der diese Grube für die Figuren darstellt, das Grabmal des Kaisers (für die Ablage der Boni) und Gebäude für die Aktionen zeigt sowie Zahlen (1-6) in Chinesisch darstellt. Auch die Schachtel mit seiner bemalten Einlage stellt diesen Schacht für die Figuren dar.


    Cool gemacht und das noch mit dem unverbrauchten Thema Terracotta Armee. Da werde sogar ich zum Workerplacement Spieler mit Siegpunktleiste.....



    Kommen wir leider noch zu den negativen Punkten:


    - Die Karten sind sehr dünn und anfällig.


    - Die "Grube" wird mit Kartenteilen belegt, die Siegpunkte und Belohnungen für die einzelnen Felder zeigen. Diese sind wie die Karten zu dünn und haben sich gleich nach dem Öffnen verzogen.


    - Die Figuren stehen zum Teil schräg da und die Sockel sind bei manchen Figuren verzogen, sodass einige wackeln. Ich werde versuchen diese durch Wärme noch zu formen.


    - Hat man alles ausgepöppelt und eingetütet, passt nicht mehr alles in das Inlay der Schachtel und man muß die Figuren unter dem Inlay platzieren.



    Totz der Mängel ist es ein klasse Spiel, das uns sehr viel Spaß gemacht hat und gerne wieder gespielt wird. Für den derzeitigen Angebotspreis bei SO auf jeden Fall eine Kaufempfehlung. Wegen der genannten Mängel gebe ich keine 6, sondern nur 5 Punkte.