The Magnificent (Pegasus Spiele)

  • In Magnificent seid Ihr Zirkusdirektoren und baut einen möglichst erfolgreichen Zirkus auf. Es ist mal wieder ein Spiel, bei dem Ihr Würfel einsetzt und entsprechend der Augenzahl eure Aktionen bezahlt.


    Auf dem zentralen Spielplan bekommt Ihr neue Karten, findet Zusatzaktionen, setzt euren Zylinderhut auf der Darbietungsleiste ein, wenn eure Künstler auftreten sollen und kommt zu weiterer Energie, die Ihr für eure Aktionen einsetzen könnt. Euren eigenen Zirkus baut Ihr auf, bzw. um euer Spielertableau auf.


    Ihr startet mit vier Direktorenkarten, auf deren oberen Hälfte Ihr immer eure Würfel einsetzt. Dabei bekommt Ihr den dort abgebildeten Bonus, wie z.B. zusätzliche Würfelaugen, Geld, oder Kristalle, die Ihr aufheben könnt, um später damit ebenfalls eure Augenzahl zu erhöhen. Euer Würfelwert und alles was Ihr dazu addieren dürft ist eure Energie und mit dieser bezahlt Ihr eure Aktionen. Wobei Ihr sogar gleichfarbige Würfel, die aus eurem vorigen Zug noch ausliegen ebenfalls dazu addieren könnt. Aber Achtung, Ihr müsst den Würfelwert jeder Würfelfarbe euer Würfel am Rundenende ermitteln und den höchsten Wert mit Münzen bezahlen, ebenso für Joker Würfel. Also wägt gut ab zwischen Aktionspunkten und Kosten, denn für jede Münze, die Ihr nicht habt, müsst Ihr ein Ticket (Siegpunkt) abgeben. Und in der zweiten Runde sogar zwei und in der dritten drei.

    Kristalle bekommt Ihr, wenn Ihr als Aktion in den Reisebereichen mit einem der Wagen weiterfahrt, dort bekommt Ihr auch Zelte. Zelte setzt Ihr auf euren Zeltplätzen ein und erhaltet dafür einen Einmalbonus. Über den Zelten platziert Ihre Plakate, diese repräsentieren die Künstler, die Ihr auftreten lasst, was natürlich erst geht, wenn unter dem Plakat ein Zelt liegt, aber zum Glück hab Ihr schon eines bei Spielbeginn, ebenso euer erstes Plakat.

    Für den Auftritt brauchen eure Künstler aber Requisiten und da die irgendwo lagern müssen baut Ihr mit Aktionspunkten auch Lager auf eurem Zeltplatz, am besten natürlich die, die eure Plakate vorgeben. Das Bauen auf dem Zeltplatz kann Euch wieder einmalige Bonus bringen, wenn Ihr die Symbole überbaut, z.B. Tickets, Geld, Kristalle und Trainer.

    Die Trainer könnt ihr auf die Trainerplättchen einsetzen und damit die Zusatzaktion nutzen.

    Wenn eure Künstler nun endlich auftreten, versetzt Ihre eure Zylinderhüte auf der Darbietungsleiste, wodurch auch der Startspieler wechseln kann. Wer hier genügend Energie einsetzt und genügend Künstler und Requisiten hat, kann evtl. sogar zwei Künstler auf einmal auftreten lassen.

    Zum Rundenende gibt es noch eine neue Direktorenkarten und einen neues Trainerplättchen. Ihre wertet zum Rundenende noch eine Direktorenkarte Eurer Wahl und werft dies dann ab. Vier Spielzüge in je drei Runden und Ihr hab dann hoffentlich die meisten Tickets verkauft.

    Das Spiel ist für 1-4 Spieler ab 12 Jahre und bietet jede Menge Möglichkeiten, bei denen es strategisch abzuwiegen gibt, wie viel man auf einmal an Energie investiert und wie man dies auch bezahlen kann. Ob die angegebenen 60-90 Minuten reichen hängt sicher auch von der Spieleranzahl ab und wie lange gegrübelt wird.

    Das Spielmaterial ist hochwertig und die Illustration ist schon, das Erscheinungsbild erinnert mich allerdings nicht an die bunte Zirkuswelt, sondern eher an ein Varieté mit einem mystischen Touch. Das ist aber Design und Geschmacksache, schadet dem Spiel aber nicht.

    Einziges Manko ist die Regel regel, zwar sind keine essentiellen Regelfehler oder Lücken von uns entdeckt worden, aber es gibt einige Male einen fragwürdigen Satzbau, deplatzierte Wörter und Buchstaben. Eine korrekte Einräumanleitung für die Aufbewahrungsbox der Kleinteile fehlt leider auch, wodurch die Erstbestückung zu einem Puzzle wird. Damit Ihr den Einsatz nicht frustriert in eine Ecke werft, so muss es rein ;)

    Auch wenn der Start mit der Anleitung etwas holperte, das Spiel hat Spaß :) gemacht und der Wiederspielreiz ist auch ausgeprägt. Daher :thumbup:

    "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, (Friedrich Schiller, 1759-1805)